Reichweite mit Rückhalt

Immer erreichbar, immer vernetzt: Smartphones und Soziale Netzwerke geben uns die Möglichkeit, mehr zu erreichen. Und sie fordern uns heraus, lenken ab. Fünf Erkenntnisse für die digitale Selbstliebe.

Aus meiner Social-Media-Erfahrung und der Begleitung von Führungskräften habe ich fünf Tipps für Reichweite mit Rückhalt formuliert. Die wichtigste Botschaft vorweg: Wer aus diesen fünf Vorschlägen keinen neuen Stress generiert, der kommt weiter. Picken Sie sich das raus, was spielerisch weiter bringt.

1. Persönliches Netzwerk zuerst pflegen, in der eigenen Organisation, in Netzwerken, die Sie persönlich interessieren und inspirieren.

2. Den Fokus-Killer E-Mail effizient nutzen – wie wär’s mal mit

a) maximal zweimal pro Tag reinschauen, alle Alerts ausschalten, keine Anzeige von offenen Mails

b) einmal pro Woche reinen Tisch machen, Inbox leeren

c) nicht sofort bearbeit- oder löschbare Nachrichten in einen eigenen «Pendent»-Ordner gleich unter der Inbox verschieben – oder zwei anlegen:  «Diese Woche» und «Diesen Monat»

3. Social Media nur fokussiert einsetzen – was wollen Sie privat und beruflich erreichen, welche Netzwerke wozu nutzen, mit welchem inhaltlichen Fokus und Mehrwert für Ihre Leserinnen?

4. Mit sich selbst befreundet sein, Zeit alleine verbringen, sich Gutes tun (zum Beispiel einmal pro Monat eine Massage), sich über Natur, Musik, Stille mit dem verbinden, was Sie wirklich bewegt und berührt.

5. Zeit mit dem innersten Kreis von Freundinnen und Freunden, Verwandten verbringen, sich austauschen, sich und andere in der Begegnung erkennen.

Und immer wieder mal abschalten, ganz raus aus der Online-Hektik. Spielerisch. Ohne sich oder das Netz zu verurteilen. Dazu John O’Donohue:

«Wenn wir uns erlauben, die Person zu sein, die wir sind, dann wird alles seinen Rhythmus finden.»